Samstag, 9. Februar 2013

Ein starker Wille (Philipp Metz)


Meine Geschichte

Ich heiße Philipp Metz. Wenn man mich vor 4 Jahren gefragt hätte, ob ich Sport mache, hätte ich diese Person wohl ausgelacht. Vor 4 Jahren war ich 12 Jahre alt, wog 65kg und war 1,45m groß.
Ich war überhaupt nicht sportlich, hatte ein rundes Gesicht und dicke Finger. Aber das war nicht immer so. Mit 7 Jahren war ich schlank und hatte eine Ausdauer wie kein anderer in meiner Klasse. Keine Strecke war zu weit, kein Baum war zu hoch für mich. Doch dann passierte es. Durch einen Sturz bekam ich starke schmerzen im Nacken, die nicht wieder weg gingen. Meine Kinderärztin schickte mich, nach dem sie ein Röntgenbild von meinem Hals gesehen hatte, in die Uniklinik nach Homburg. Dort kam heraus, dass ich an einen Tumor im 5 Halswirbel litt. Mein Glück war, dass es ein gutartiger Tumor war der sich nicht ausbreitete. Mein Pech, dass die Ärzte in Homburg noch nie ein Kind in meinem Alter behandelt haben, dass diese Verletzung hatte. Meist kommt sie bei älteren Menschen oder Babys vor. Unter dem Argument, dass ich noch wachsen würde, behandelten sie mich wie einen Erwachsenen. Ich bekam einen Halofixateur (wer nicht weiß was es ist:Googeln) den ich 5 Monate lang tragen musste. Danach bekam ich eine abgeschwächte Prothese für zwei Jahre, die meinen Kopf aufrecht hielt.
Nach dem ich im Herbst 2004 endlich ohne Metall und Plastik an meinem Körper mich bewegen durfte, war ich fett geworden. Durch 3 Jahre komplette Sportunfähigkeit war mein Körper nicht mehr so wie ich ihn in Erinnerung hatte. In der Grundschule hat es mich nie gestört. Deswegen haben meine Eltern mir auch nicht geholfen. In der 5. Klasse wurde ich wegen meines Gewichts ausgelacht und gemobbt. Dadurch stürzte ich in der Schule ab. Als ich mich bis in die 8. Klasse durchgeschlagen habe, hat es „Klick“ gemacht. Ich hatte plötzlich Energie und Motivation mich zu bewegen. Ich fing an joggen zu gehen, und fand Kurzhandeln von meinem Vater, die er nicht mehr benutzte. Als meine Eltern merken, dass ich etwas gefunden haben, in das ich mehr Zeit investierte als in meinen PC wussten sie, dass sie mich unterstützen können. Ich bekam Bücher mit Trainingsplänen und Ratschläge, eine eigene Kraftbank und vieles mehr.
Seit zwei Jahren mache ich wieder Sport. Ich Tanze und mache Wing Tsun. Seit einem Jahr halte ich mich an mein selbst zusammengestelltes Fitness und Ernährungsprogramm.
Fitness und Sport treiben mich an, weil ich genau weiß, dass es mir etwas bringt. Es verändert mich, körperlich sowie seelisch. Und wenn ich keine Lust zum trainieren haben, keine Motivation da ist oder einfach nur der Tag schlecht war, schau ich mir einfach Bilder von vor 10 Jahren an und weiß wieder, was mich antreibt.

(Philipp Metz)